Nach Meret’s Schneider Interpellation 20.3796, folgte in der Herbstsession am 25. September 2020 nun die Motion 20.4231, die vom Bundesrat verlangt, die Einfuhrbewilligungspflicht auf alle toten Wildtiere (und Teile davon) auszuweiten. Die Einfuhrbewilligungspflicht soll damit nicht nur für CITES-gelistete Arten, sondern für alle Wildtiere und -Bestandteile gelten. Im CITES («Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen») werden nur handelsrelevanten Arten berücksichtig, welche jedoch nicht deckungsgleich mit denen auf der Roten Liste der IUCN sein müssen. Es gibt bedrohte Arten, wie…“Schärfere Einfuhrbestimmungen für Teile bedrohter Tierarten beispielsweise als Jagdtrophäen” weiterlesen

In der am 25. September 2020 eingereichten Motion 20.4214 fordert die Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP) den Bundesrat auf, ein Konzept zur Finanzierung amtlicher Tierschutzkontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben beziehungsweise im Nutztierbereich auszuarbeiten. Obwohl die Schweiz strenge Tierschutzgesetze hat, können oder wollen einige Kantone aus finanziellen Gründen nicht alle Tierfarmen kontrollieren. Alle Betriebe mit mehr als 3 Grossvieheinheiten sollten jedoch alle 4 Jahre inspiziert werden. Idealerweise sollten diese Inspektionen ohne Vorankündigung durchgeführt werden. In anderen Sektoren werden Kontrollen häufig vom Sektor mitfinanziert. Laut der Nationalrätin ist…“Verbesserung von amtlichen Kontrollen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben” weiterlesen

Nationalrätin Martina Munz (SP) fordert den Bundesrat mit ihrer Motion 20.4192 auf, welche am 24. September eingereicht wurde, dass die rechtlichen Voraussetzungen so anzupassen sind, dass die Absatzförderung von tierischen Produkten beschränkt ist auf Produkte von Tieren, die regelmässigen Auslauf im Sinne des RAUS-Programmes gehabt haben. Die Konsumentinnen und Konsumenten werden mit den Werbungen von Fleischproduzenten oft getäuscht. Die Tiere stehen weder auf idyllischen Weiden, noch haben sie Auslauf. Nur beim Tierwohlprogramm RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) kann dieser Auslauf im Freien garantiert werden. Die…“Fleischwerbung nur für Produkte der Tierwohlprogramme” weiterlesen

Die Alliance Animale Suisse (AAS) hat in Zusammenarbeit mit Doris Fiala (FDP Nationalrätin) eine Motion entworfen, welche ein Importverbot für Daunen aus Lebendrupf vorsieht.Diese wurde am 21. September 2020 durch Nationalrätin Doris Fiala mit knapp 60 Mitunterzeichnern aus allen Parteien eingereicht. Unter dem Begriff “Lebendrupf” werden Gänsen und Enten weltweit die Federn bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein aus dem Körper gerissen. Für die Tiere ist dies extrem schmerzhaft. Oft werden ihnen die Flügel gebrochen und ihre Haut blutig aufgerissen. Diese Prozedur müssen sie drei…“Importverbot für Daunen aus Lebendrupf” weiterlesen

In ihrer am 18. Juni 2020 beim Nationalrat eingereichten Interpellation 20.3796 bittet Meret Schneider (GRÜNE – ZH) den Bundesrat, eine Reihe von Fragen zum Import von Jagdtrophäen aus dem Ausland zu beantworten. Insbesondere werden die Einfuhr von tierschutzwidrig getöteten Tieren, die verwendete Jagdwaffe oder auch die Einfuhrbestimmungen von ungeschützten Tierarten hinterfragt. Meret Schneider erinnert daran, dass jährlich rund 50 Wildtiere (oder Teile davon), die im «Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen» (CITES) aufgelistet sind, als Jagdtrophäe in die Schweiz…“Die Einfuhr von Jagdtrophäen aus dem Ausland soll verboten werden” weiterlesen

Nationalrat Martin Haab (SVP/ZH) hat im vergangenen März die Motion 20.3021 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Stopfleber» eingereicht. Der Bundesrat hat am 13. Mai 2020 die Ablehnung der Motion beantragt. In seiner Motion erinnert der Zürcher Nationalrat Martin Haab daran, dass «es in immer mehr zivilisierten Staaten nicht länger akzeptiert wird, dass Tiere – für das fragwürdige ‹Vergnügen› von einzelnen Personen – enorme und unnötige Qualen erleiden müssen». In den meisten europäischen Ländern, mit wenigen Ausnahmen wie Frankreich, Ungarn oder Bulgarien, ist das Stopfen von Gänsen…“Bundesrat lehnt Motion für ein Importverbot von Stopfleber ab” weiterlesen

Im vergangenen März hat Ständerat Daniel Jositsch (SP/ZH) die Motion 20.3023 «Einführung obligatorischer Videoüberwachungen in Schlachtbetrieben» eingereicht. Der Bundesrat hat am 8. Mai 2020 die Ablehnung der Motion beantragt. Gegenwärtig können die Schlachtbetriebe selber eine Person bestimmen, die für die Kontrolle des Tötungsablaufs verantwortlich ist. Die zwischen Januar 2018 und März 2019 vom BLV durchgeführten Inspektionen von 67 Schlachtbetrieben haben jedoch gezeigt, dass diese Selbstkontrolle in vielen Fällen und insbesondere in kleineren Betriebe gar nicht oder nicht korrekt vorgenommen wird. Somit blieben «gravierende Tierschutzverstösse wie…“Bundesrat lehnt Videoüberwachungen in Schlachtbetrieben ab” weiterlesen

Am Montag, 2. März 2020 konnten alt Nationalrätin Barbara Keller-Inhelder (SVP, SG) und Ständerat Thomas Minder (parteilos, SH) in Bern das «Triple A des Tierschutzes» entgegennehmen. Mit diesem Preis wird ihr politisches Engagement für die Sache der Tiere ausgezeichnet: Barbara Keller-Inhelder hatte Ende 2018 eine Motion für ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Produkten eingereicht, und Thomas Minder hat in seiner bisher fast zehnjährigen Amtszeit als Ständerat konstant für das Tierwohl gestimmt. So trug er beispielsweise zum Erfolg des Importverbots von Robbenprodukten bei und sprach sich…“Verleihung des 4. «Triple A des Tierschutzes»” weiterlesen

Nach einer Legislaturperiode, in der eine grosse Mehrheit der Bundesparlamentarier/innen gegen das Wohl der Tiere stimmte, sind die Wahlergebnisse vom 20. Oktober 2019 recht ermutigend. 60 der 200 Nationalrätinnen und Nationalräte im neuen Parlament haben angegeben, sich für die Sache der Tiere einzusetzen. 43 von ihnen sassen schon in der letzten Legislatur im Parlament und stimmten auch tatsächlich im Sinne des Tierwohls ab. Neun der 46 Ständerätinnen und Ständeräte im neuen Parlament haben angegeben, sich für die Sache der Tiere einzusetzen. Sieben von ihnen sassen schon…“Endlich ein Parlament, das sich für die Tiere einsetzt – zumindest fast” weiterlesen

Am 25. September 2019 hat der Nationalrat die am 14. Dezember 2018 von der Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL) eingereichte parlamentarische Initiative 18.491 mit 114 zu 60 Stimmen abgelehnt. Die nationalrätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-NR) hatte am 24. Mai 2019 bereits mit 17 zu acht Stimmen beantragt, der Initiative keine Folge zu geben – mit der Begründung, dass Tierversuche «unerlässlich» seien. Zudem seien nur 2,8 Prozent der Versuchstiere stark schmerzhaften oder tödlichen Versuchen ausgesetzt und «der aktuelle Rechtsrahmen garantiere insgesamt eine ethisch verantwortungsvolle Forschung», so…“Stark belastende Tierversuche bleiben in der Schweiz erlaubt” weiterlesen