Allzu häufig werden Ratsgeschäfte, die eine Verbesserung des Tierschutzes zum Ziel haben, verworfen. Die Entscheidungen zum Schweizer Tierschutz werden in Bern getroffen und wir brauchen Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die sich für die Sache der Tiere einsetzen. > Anna Giacommeti, Nationalrätin (SP/FR) > Marianne Streiff-Feller, Nationalrätin (EVP/BE) > Katja Christ, Nationalrätin (GLP/BS) > Meret Schneider, Nationalrätin (G/ZH) > Ursula Schneider Schüttel, Nationalrätin (SP/FR) > Léonore Porchet, Nationalrätin (G/VD) > Nicolas Walder, Nationalrat (G/GE) > Valentine Python, Nationalrätin (G/VD)

Am 1. Februar stimmen die Mitglieder der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-SR) über gleich vier parlamentarische Motionen ab, welche einen grossen Einfluss auf die Ausbeutung von Tieren haben. Tier-Parlament und die Coalition animaliste (COA) haben dazu ein Argumentarium an die Parlamentarier*innen verschickt um die Argumente liefern, wieso diese Motionen angenommen werden sollten. Finden Sie die Argumentarien auf Deutsch HIER und  auf Französisch HIER.  

Am Mittwoch, 16. Juni 2021 stimmt der Nationalrat über die Motion 20.4267 «Deklaration von in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden» ab. Die Alliance Animale Suisse (AAS) und Animaux-Parlament sagen ebenfalls JA zur Motion 20.4267 und haben in einem offenen Brief an die Mitglieder des Nationalrats die wichtigsten Argumente zusammengefasst : Argumentation_20.4267_Deklaration von in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden_DE Die Motion beauftragt den Bundesrat, dass «die Kundentransparenz bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen zu verbessern indem er die Produktionsmethoden, die in der Schweiz verboten sind, der Deklarationspflicht unterstellt und…„JA zur Motion 20.4267 «Deklaration von in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden»“ weiterlesen

Nach Meret’s Schneider Interpellation 20.3796, folgte in der Herbstsession am 25. September 2020 nun die Motion 20.4231, die vom Bundesrat verlangt, die Einfuhrbewilligungspflicht auf alle toten Wildtiere (und Teile davon) auszuweiten. Die Einfuhrbewilligungspflicht soll damit nicht nur für CITES-gelistete Arten, sondern für alle Wildtiere und -Bestandteile gelten. Im CITES («Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen») werden nur handelsrelevanten Arten berücksichtig, welche jedoch nicht deckungsgleich mit denen auf der Roten Liste der IUCN sein müssen. Es gibt bedrohte Arten, wie…„Schärfere Einfuhrbestimmungen für Teile bedrohter Tierarten beispielsweise als Jagdtrophäen“ weiterlesen

In der am 25. September 2020 eingereichten Motion 20.4214 fordert die Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP) den Bundesrat auf, ein Konzept zur Finanzierung amtlicher Tierschutzkontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben beziehungsweise im Nutztierbereich auszuarbeiten. Obwohl die Schweiz strenge Tierschutzgesetze hat, können oder wollen einige Kantone aus finanziellen Gründen nicht alle Tierfarmen kontrollieren. Alle Betriebe mit mehr als 3 Grossvieheinheiten sollten jedoch alle 4 Jahre inspiziert werden. Idealerweise sollten diese Inspektionen ohne Vorankündigung durchgeführt werden. In anderen Sektoren werden Kontrollen häufig vom Sektor mitfinanziert. Laut der Nationalrätin ist…„Verbesserung von amtlichen Kontrollen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Betrieben“ weiterlesen

Nationalrätin Martina Munz (SP) fordert den Bundesrat mit ihrer Motion 20.4192 auf, welche am 24. September eingereicht wurde, dass die rechtlichen Voraussetzungen so anzupassen sind, dass die Absatzförderung von tierischen Produkten beschränkt ist auf Produkte von Tieren, die regelmässigen Auslauf im Sinne des RAUS-Programmes gehabt haben. Die Konsumentinnen und Konsumenten werden mit den Werbungen von Fleischproduzenten oft getäuscht. Die Tiere stehen weder auf idyllischen Weiden, noch haben sie Auslauf. Nur beim Tierwohlprogramm RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) kann dieser Auslauf im Freien garantiert werden. Die…„Fleischwerbung nur für Produkte der Tierwohlprogramme“ weiterlesen

Die Alliance Animale Suisse (AAS) hat in Zusammenarbeit mit Doris Fiala (FDP Nationalrätin) eine Motion entworfen, welche ein Importverbot für Daunen aus Lebendrupf vorsieht.Diese wurde am 21. September 2020 durch Nationalrätin Doris Fiala mit knapp 60 Mitunterzeichnern aus allen Parteien eingereicht. Unter dem Begriff „Lebendrupf“ werden Gänsen und Enten weltweit die Federn bei lebendigem Leib und vollem Bewusstsein aus dem Körper gerissen. Für die Tiere ist dies extrem schmerzhaft. Oft werden ihnen die Flügel gebrochen und ihre Haut blutig aufgerissen. Diese Prozedur müssen sie drei…„Importverbot für Daunen aus Lebendrupf“ weiterlesen

In ihrer am 18. Juni 2020 beim Nationalrat eingereichten Interpellation 20.3796 bittet Meret Schneider (GRÜNE – ZH) den Bundesrat, eine Reihe von Fragen zum Import von Jagdtrophäen aus dem Ausland zu beantworten. Insbesondere werden die Einfuhr von tierschutzwidrig getöteten Tieren, die verwendete Jagdwaffe oder auch die Einfuhrbestimmungen von ungeschützten Tierarten hinterfragt. Meret Schneider erinnert daran, dass jährlich rund 50 Wildtiere (oder Teile davon), die im «Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen» (CITES) aufgelistet sind, als Jagdtrophäe in die Schweiz…„Die Einfuhr von Jagdtrophäen aus dem Ausland soll verboten werden“ weiterlesen

Nationalrat Martin Haab (SVP/ZH) hat im vergangenen März die Motion 20.3021 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Stopfleber» eingereicht. Der Bundesrat hat am 13. Mai 2020 die Ablehnung der Motion beantragt. In seiner Motion erinnert der Zürcher Nationalrat Martin Haab daran, dass «es in immer mehr zivilisierten Staaten nicht länger akzeptiert wird, dass Tiere – für das fragwürdige ‹Vergnügen› von einzelnen Personen – enorme und unnötige Qualen erleiden müssen». In den meisten europäischen Ländern, mit wenigen Ausnahmen wie Frankreich, Ungarn oder Bulgarien, ist das Stopfen von Gänsen…„Bundesrat lehnt Motion für ein Importverbot von Stopfleber ab“ weiterlesen

Im vergangenen März hat Ständerat Daniel Jositsch (SP/ZH) die Motion 20.3023 «Einführung obligatorischer Videoüberwachungen in Schlachtbetrieben» eingereicht. Der Bundesrat hat am 8. Mai 2020 die Ablehnung der Motion beantragt. Gegenwärtig können die Schlachtbetriebe selber eine Person bestimmen, die für die Kontrolle des Tötungsablaufs verantwortlich ist. Die zwischen Januar 2018 und März 2019 vom BLV durchgeführten Inspektionen von 67 Schlachtbetrieben haben jedoch gezeigt, dass diese Selbstkontrolle in vielen Fällen und insbesondere in kleineren Betriebe gar nicht oder nicht korrekt vorgenommen wird. Somit blieben «gravierende Tierschutzverstösse wie…„Bundesrat lehnt Videoüberwachungen in Schlachtbetrieben ab“ weiterlesen