Schärfere Einfuhrbestimmungen für Teile bedrohter Tierarten beispielsweise als Jagdtrophäen

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Nach Meret’s Schneider Interpellation 20.3796, folgte in der Herbstsession am 25. September 2020 nun die Motion 20.4231, die vom Bundesrat verlangt, die Einfuhrbewilligungspflicht auf alle toten Wildtiere (und Teile davon) auszuweiten. Die Einfuhrbewilligungspflicht soll damit nicht nur für CITES-gelistete Arten, sondern für alle Wildtiere und -Bestandteile gelten.

Im CITES («Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen») werden nur handelsrelevanten Arten berücksichtig, welche jedoch nicht deckungsgleich mit denen auf der Roten Liste der IUCN sein müssen. Es gibt bedrohte Arten, wie der Bergriedbock (EN), die Rehantilope (NT), der Kaffernbüffel (NT) oder der Buschmannhase (CR), die vor dem Aussterben bedroht sind, aber nur auf der Roten Liste stehen und nicht dem CITES-Abkommen unterliegen.

Deshalb soll die Einfuhrbewilligungspflicht auf alle toten Wildtiere (und Teile davon) ausgeweitet werden, damit der Handel besser dokumentiert und damit geeignete artenschutzspezifische Massnahmen ergriffen und umgesetzt werden können.