Kokosprodukten aus affenquälerischer Produktion sollen deklariert werden

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Die Motion 20.4232 von Nationalrätin Meret Schneider (Grüne), welche am 25. September eingereicht wurde, sieht eine Deklarationspflicht für Kokosprodukte vor, die unter Einbezug von Affen produziert wurden. In Thailand werden junge Affen angekettet und gewaltsam trainiert respektive gezwungen, Kokosnüsse zu pflücken. Nicht nur, dass die Jungen der Familie entrissen werden, ihnen wird durch die harten Metallhalsbänder Verletzungen zugefügt.

Nicht auf allen Kokosnussfarmen werden solch grausame Praktiken ausgeführt. Zum Beispiel in Brasilien, Kolumbien oder Hawaii werden tierleidfreie Methoden zur Ernte angewendet, wie zum Beispiel mittels Seil- und Plattformsystemen.

Obwohl bereits einige Detailhändler im Nachbarsland Deutschland entsprechende Produkte wie Aroy-D und Chaokoh aus dem Sortiment gestrichen haben, werden diese in der Schweiz immer noch angeboten – und dies ohne Deklaration. In Zukunft sollen Kokosprodukte aus Thailand mit einem Code ergänzt werden, mit dem nachvollzogen werden kann, ob die Nüsse aus einer affenfreien Farm stammen oder nicht.

Der Code reicht dennoch nicht für eine vollständige Transparenz aus, weshalb eine klare Deklaration von Meret Schneider gefordert wird. Eine solche Deklaration ist bei anderen Produkten, wie Käfigeiern, bereits üblich.