News

Nationalrat / Ablehnung der Motion 15.4241 «Verbot von belastenden Tierversuchen an Primaten»

11.12.2017

Der Nationalrat hat die von der grünen Nationalrätin Maya Graf eingereichte Motion mit 110 zu 66 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt.

Diese Nationalratssession war die letzte Chance für die am 18. Dezember 2015 eingereichte Motion. Denn Motionen, die nicht innerhalb von zwei Jahren behandelt sind, werden ohne Ratsbeschluss abgeschrieben. Für Maya Graf ist die Ablehnung umso frustrierender, als ein Grossteil der Bevölkerung ein Verbot von schmerzhaften Versuchen an unseren nächsten tierischen Verwandten befürwortet. Sie erwartet von Alain Berset, dass er sein Versprechen, Ersatzmethoden zu unterstützen, einlöst.

Die Waadtländer Grünliberale Isabelle Chevalley, die für die Motion gestimmt hat, möchte festhalten, dass zwar vor allem die Grünen und die SP...

Ständerat / Ablehnung der Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte»

29.11.2017

Die Ablehnung der Motion durch den Ständerat war keine grosse Überraschung, denn der Rat folgte damit der Empfehlung seiner Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-SR).

Zuvor hatte der Nationalrat die vom Berner SP-Vertreter Matthias Aebischer eingereichte Motion am 7. Juni 2017 mit 97 zu 77 Stimmen deutlich angenommen. Doch dieser Entscheid gab in den letzten Monaten viel zu reden. Mehrere Nationalrätinnen und Nationalräte sagten gegenüber den Medien, sie hätten den Motionstext nicht richtig verstanden und würden ihre Zustimmung bereuen. Der Grund war die Stopfleber, die neben anderen Produkten von der Motion betroffen gewesen wäre. Offenbar hielten viele Parlamentarier die Vorstellung, künftig auf Stopfleber verzichten zu müssen, für unerträglich,...

Verkauf von Pelzen – 90 Prozent der Läden halten sich nicht an die Deklarationsvorschriften

27.11.2017

Wie wird die Pelzdeklarationsverordnung in der Schweiz umgesetzt?

Seit dem 1. März 2013 müssen alle Läden, die in der Schweiz Pelze verkaufen, auf jeder Etikette folgende Informationen angeben: den Namen der Tierart (Art. 3), das Herkunftsland des Fells (Art. 4), die Art der Haltung oder die Fangmethode (Art. 5). Diese Informationen müssen gut sichtbar und leicht leserlich auf dem Produkt angegeben werden (Art. 7).

Vom 25. September bis 24. November 2017 hat die LSCV in den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg und Bern 71 Läden kontrolliert, die Pelze verkaufen. 90 % der kontrollierten Läden hielten sich nicht an die Verordnung. In 25 Läden wurden die Pelze sogar ohne jegliche...

Offener Brief an die Mitglieder der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-SR)

23.11.2017

WBK-SR / Ablehnung der Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte»

Sehr geehrte Frau Ständerätin Sehr geehrter Herr Ständerat

Mit grosser Enttäuschung haben wir zur Kenntnis genommen, dass Ihre Kommission die oben genannte Motion mit neun zu null Stimmen und einer Enthaltung zur Ablehnung empfohlen hat. Es ist befremdlich, dass kein einziges Kommissionsmitglied auch nur die geringste Empathie für Tiere gezeigt hat, die unter schrecklichen Bedingungen gehalten und getötet werden.

Glauben Sie wirklich, dass Tiere nichts weiter als ein Rohstoff sind, den wir nach Belieben nutzen können?

Keines der Produkte, die vom Verbot durch die Motion betroffen wären, ist für unser Wohlbefinden oder unsere Ernährung notwendig....

WBK-SR / Ablehnung der Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte»

13. Oktober 2017

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-SR) hat die Motion im Hinblick auf die nächste Parlamentssession mit neun zu null Stimmen und einer Enthaltung zur Ablehnung empfohlen.

Dass kein einziges Kommissionsmitglied auch nur die geringste Empathie für Tiere gezeigt hat, die unter schrecklichen Bedingungen gehalten und getötet werden, überrascht kaum, wenn man die Zusammensetzung der Kommission betrachtet: Die Mehrheit der Mitglieder stimmen systematisch gegen alle Vorlagen, die auf eine Verbesserung des Tierwohls abzielen. So etwa Ivo Bischofberger (CVP), Joachim Eder (FDP), Olivier Français (FDP), Brigitte Häberli-Koller (CVP), Werner Luginbühl (BDP), Géraldine Savary (SP) und Anne Seydoux-Christe (CVP).

Der Ständerat wird die Motion vermutlich in der...

Importverbot für Stopfleber

30. Juni 2017

Die Organisation Stop Gavage Suisse hat eine Petition zur Unterstützung der von Nationalrat Matthias Aebischer (BE) eingereichten Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte» lanciert.

http://bit.ly/2v2FzHz

Bitte unterzeichnen und weitersagen.

Vielen Dank!

Motion «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte» vom Nationalrat angenommen

7.06.17

Eine fast historische Abstimmung fand am Mittwoch, 7. Juni 2017 im eidgenössischen Parlament statt: Der Nationalrat nahm die am 10. September 2015 von SP-Nationalrat Matthias Aebischer (BE) eingereichte Motion 15.3832 mit 97 zu 77 Stimmen bei 17 Enthaltungen an.

Die Motion beauftragt den Bundesrat, ein Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte zu erlassen. Matthias Aebischer führte in seiner Begründung aus, dass Artikel 18 des Landwirtschaftsgesetzes (LwG) und Artikel 14 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes (TSchG) die Möglichkeit bieten, aus Tierschutzgründen die Ein-, Durch- und Ausfuhr von Tieren oder Tierprodukten einzuschränken oder zu verbieten. Dennoch werden leider nach wie vor zahlreiche tierquälerisch erzeugte Produkte in die Schweiz eingeführt.

In seiner Antwort...

Importverbot für lebende Hummer zu Speisezwecken vom Nationalrat abgelehnt

15. Juni 2017

Der Nationalrat hat die am 16. September 2015 von der grünen Nationalrätin Maya Graf (BL) eingereichte Motion 15.3860 «Importverbot für lebende Hummer zu Speisezwecken» am 15. Juni 2017 mit 109 zu 65 Stimmen bei 12 Enthaltungen abgelehnt.

Jedes Jahr werden 130'000 lebende Hummer zu Speisezwecken in die Schweiz eingeführt. In Kartons gestapelt, mit gefesselten Scheren und oft mit beim Transport abgebrochenen Fühlern leiden sie monatelang in Kühlhallen, wo sie zwischengelagert werden. Anschliessend werden die Meerestiere, die gemäss Studien über ein komplexes Nervensystem verfügen und schmerzempfindlich sind, auf ebenso qualvolle Weise getötet, indem sie lebend ins kochende Wasser geworfen werden.

Eine kürzlich erarbeitete Studie der Vereinigung Schweizer Kantonstierärztinnen und...

Importverbot für Jagdtrophäen vom Nationalrat abgelehnt

7. Juni 2017

Die am 19. Juni 2015 eingereichte und von der grünen Nationalrätin Maya Graf (BL) übernommene Motion wurde am 7. Juni 2017 mit 118 zu 72 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Der eingereichte Text beauftrage den Bundesrat mit dem Erlass eines Importverbots für Jagdtrophäen von bedrohten Tierarten, namentlich von Elefanten, Nashörnern, Eisbären, sämtliche Primaten und Raubtieren. Zudem forderte die Motion ein Importverbot für alle Trophäen aus Gatterjagden.

In ihrer Begründung führte Maya Graf aus, dass unter den Jägern, die um den Globus reisen, um seltene Tiere zu erlegen, auch rund 1500 Schweizer pro Jahr sind (sechs Prozent der Jagdpatentinhaber). Zudem werden bei Jagden im Ausland Waffen und Methoden eingesetzt, die...

Parlamentarische Initiative 15.493 «Keine Subventionen für Fleischwerbung» vom Nationalrat abgelehnt

6. Juni 2017

Der Nationalrat hat der am 25. September 2015 von SP-Nationalrat Beat Jans (BS) eingereichten parlamentarischen Initiative in der Sitzung vom 6. Juni 2017 mit 115 zu 60 Stimmen bei 13 Enthaltungen keine Folge gegeben. Der eingereichte Text forderte, die rechtlichen Grundlagen so zu ändern, dass keine Bundessubventionen für Fleischwerbung mehr eingesetzt werden.

In seiner Begründung führte Beat Jans aus, dass die Schweiz jährlich 430'000 Tonnen Eiweissfuttermittel importiert. Allein die Sojaimporte haben sich in den letzten 20 Jahren verzehnfacht. Zur Sojaproduktion wird im Ausland eine Anbaufläche von rund 250'000 Hektar benötigt, was fast der gesamten Schweizer Ackerfläche entspricht. Ein Grossteil der abgeholzten Flächen des Amazonaswaldes wird für den Futteranbau verwendet....

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