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SVP-, EDU- und FDP-Parlamentarier stimmen am häufigsten gegen das Tierwohl

17.12.2018

Ob im Bundesparlament oder in den Kantonsparlamenten – es sind stets diese drei Parteien, die tierfeindliche Vorstösse produzieren. Eine grosse Mehrheit ihrer Parlamentsvertreterinnen und -vertreter lehnt zudem sämtliche Massnahmen zur Verbesserung des Tierwohls systematisch ab.

Wenn Sie eine dieser Parteien unterstützen, sprechen Sie die Politikerinnen und Politiker, die Sie gewählt haben, auf solche Aktionen gegen das Tierwohl an. Und unterstützen Sie falls nötig andere Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die Sache der Tiere engagieren.

Die nächsten eidgenössischen Wahlen finden im Oktober 2019 statt. Wenn in den folgenden vier Jahren wieder dieselben, systematisch gegen Tierrechtsbelange stimmenden SVP- und FDP-Parlamentarier eine Mehrheit bilden, wird sich für die Tiere gar...

Zürich – Ein Versuch, das Rekurs- und Beschwerderecht der Tierversuchskommission zu beschränken

20.11.2018

Elf Mitglieder hat die Zürcher Tierversuchskommission. Drei davon sind Tierschutzvertreter. Nun will ihnen eine von SVP- und EDU-Kantonsräten eingereichte parlamentarische Initiative das Rekurs- und Beschwerderecht entziehen.

In der am 20. August 2018 eingereichten parlamentarischen Initiative KR-Nr. 230/2018 fordern die Zürcher Kantonsräte Claudio Schmid (SVP), Benjamin Fischer (SVP) und Hans Egli (EDU) eine Änderung des kantonalen Tierschutzgesetzes. Dessen Artikel 12 räumt der Tierversuchskommission ein Rekurs- und Beschwerderecht gegen die Erteilung von Tierversuchsbewilligungen durch die zuständige kantonale Behörde ein. Dieses Recht kommt nicht nur der ganzen Kommission, sondern auch mindestens drei gemeinsam handelnden Kommissionsmitgliedern zu. Auf diese letzte Bestimmung haben es die...

Nationalrat schreibt Interpellation zu steigenden Tierversuchszahlen ab

28.10.2018

Die am 30. September 2016 von der grünen Nationalrätin Maya Graf (BL) eingereichte Interpellation 16.3839 «Steigende Tierversuchszahlen an den Hochschulen. Wo bleibt die Güterabwägung?» wurde ohne Ratsbeschluss abgeschrieben. Der Grund? Der Vorstoss wurde vom Parlament nicht innerhalb der vorgegebenen Zweijahresfrist behandelt.

Will man sich mit einer Frage nicht beschäftigen, reicht es also aus, die Diskussion eines Parlamentsgeschäfts zwei Jahre lang hinauszuzögern, bis es abgeschrieben wird. Das gleiche Schicksal hätte fast auch die Motion 15.4241 «Verbot von belastenden Tierversuchen an Primaten» ereilt. Sie wurde am 11. Dezember 2017, im letzten Moment vor Ablauf der Frist, behandelt.

Was hatte Maya Graf in ihrer Interpellation 16.3839 gefordert? Dass der Bundesrat und...

Global Ban – Resolution des Europäischen Parlaments

17.10.2018
Für ein weltweites Verbot von Tierversuchen für kosmetische Mittel

Am 3. Mai 2018 hat das Europäische Parlament mit einer überwältigenden Mehrheit von 620 zu 14 Stimmen die Resolution 2017/2922(RSP) angenommen. Diese hat zum Ziel, das in der Europäischen Union geltende Verbot von Tierversuchen für Kosmetika auf alle Länder der Welt auszuweiten.

Die seit 2013 geltende EU-Kosmetikverordnung untersagt sowohl Tierversuche für die Inhaltsstoffe von kosmetischen Produkten in der EU als auch den Import von Produkten, welche die Bedingungen dieser Verordnung nicht erfüllen. Leider hat das europäische Verbot nicht viele Nachahmer gefunden. In 80 Prozent der Länder weltweit sind Tierversuche für Kosmetika nach wie vor erlaubt. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr 500’000 Tiere...

Über Tiere in Zirkussen soll erst 2019 entschieden werden

22.08.2018

In ihrer am 29. Mai 2018 eingereichten Motion 18.3398 «Keine ungeeigneten Wildtiere mehr in Zirkussen» beauftragte die Aargauer Nationalrätin Irène Kälin (Grüne) den Bundesrat, in der Tierschutzverordnung (TSchV) eine Liste mit Wildtieren zu führen, die künftig nicht mehr auf Zirkustourneen mitgeführt werden dürfen.

In diesem Bereich hinke die Schweiz anderen Ländern nach, so Kälin. Die TSchV erlaubt es Zirkussen, von den Mindestanforderungen der Tierschutzverordnung abzuweichen, wenn die Platzverhältnisse an den Gastspielorten deren Einhaltung nicht zulassen. Die häufigen Ortswechsel führen zu zusätzlichem Stress für die Wildtiere. In 17 europäischen Ländern ist das Mitführen von Wildtieren bereits verboten.

Der Bundesrat beantragt in seiner Stellungnahme vom 22. August 2018 die Ablehnung...

Der Bundesrat will die Kettenhaltung von Hunden nicht verbieten

20.05.18

Die am 14. Dezember 2017 von der SP-Nationalrätin Martina Munz eingereichte Motion 17.4171 verlangt ein Verbot der Kettenhaltung bei Hunden.

Martina Munz sieht grossen Handlungsbedarf im Bereich der Ketten- und Zwingerhaltung von Hunden. Die gesetzlichen Grundlagen sind nicht ausreichend, um Hunden, die soziale Wesen mit einem grossen Beschäftigungsbedürfnis sind, ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Die Vorschriften der Tierschutzverordnung (TSchV) sind minimal und deren Einhaltung ist schlecht kontrollierbar.

Gemäss Artikel 71 Absatz 3 TSchV müssen sich angebunden gehaltene Hunde während des Tages mindestens fünf Stunden frei bewegen können. Sie verbringen also den Grossteil ihrer Lebenszeit an einer kurzen Laufkette und in einem meist sehr beschränkten Lebensraum, was nicht artgemäss...

Nationalrat / Ablehnung der Motion 15.4241 «Verbot von belastenden Tierversuchen an Primaten»

11.12.2017

Der Nationalrat hat die von der grünen Nationalrätin Maya Graf eingereichte Motion mit 110 zu 66 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt.

Diese Nationalratssession war die letzte Chance für die am 18. Dezember 2015 eingereichte Motion. Denn Motionen, die nicht innerhalb von zwei Jahren behandelt sind, werden ohne Ratsbeschluss abgeschrieben. Für Maya Graf ist die Ablehnung umso frustrierender, als ein Grossteil der Bevölkerung ein Verbot von schmerzhaften Versuchen an unseren nächsten tierischen Verwandten befürwortet. Sie erwartet von Alain Berset, dass er sein Versprechen, Ersatzmethoden zu unterstützen, einlöst.

Die Waadtländer Grünliberale Isabelle Chevalley, die für die Motion gestimmt hat, möchte festhalten, dass zwar vor allem die Grünen und die SP...

Ständerat / Ablehnung der Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte»

29.11.2017

Die Ablehnung der Motion durch den Ständerat war keine grosse Überraschung, denn der Rat folgte damit der Empfehlung seiner Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-SR).

Zuvor hatte der Nationalrat die vom Berner SP-Vertreter Matthias Aebischer eingereichte Motion am 7. Juni 2017 mit 97 zu 77 Stimmen deutlich angenommen. Doch dieser Entscheid gab in den letzten Monaten viel zu reden. Mehrere Nationalrätinnen und Nationalräte sagten gegenüber den Medien, sie hätten den Motionstext nicht richtig verstanden und würden ihre Zustimmung bereuen. Der Grund war die Stopfleber, die neben anderen Produkten von der Motion betroffen gewesen wäre. Offenbar hielten viele Parlamentarier die Vorstellung, künftig auf Stopfleber verzichten zu müssen, für unerträglich,...

Verkauf von Pelzen – 90 Prozent der Läden halten sich nicht an die Deklarationsvorschriften

27.11.2017

Wie wird die Pelzdeklarationsverordnung in der Schweiz umgesetzt?

Seit dem 1. März 2013 müssen alle Läden, die in der Schweiz Pelze verkaufen, auf jeder Etikette folgende Informationen angeben: den Namen der Tierart (Art. 3), das Herkunftsland des Fells (Art. 4), die Art der Haltung oder die Fangmethode (Art. 5). Diese Informationen müssen gut sichtbar und leicht leserlich auf dem Produkt angegeben werden (Art. 7).

Vom 25. September bis 24. November 2017 hat die LSCV in den Kantonen Genf, Waadt, Freiburg und Bern 71 Läden kontrolliert, die Pelze verkaufen. 90 % der kontrollierten Läden hielten sich nicht an die Verordnung. In 25 Läden wurden die Pelze sogar ohne jegliche...

Offener Brief an die Mitglieder der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-SR)

23.11.2017

WBK-SR / Ablehnung der Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte»

Sehr geehrte Frau Ständerätin Sehr geehrter Herr Ständerat

Mit grosser Enttäuschung haben wir zur Kenntnis genommen, dass Ihre Kommission die oben genannte Motion mit neun zu null Stimmen und einer Enthaltung zur Ablehnung empfohlen hat. Es ist befremdlich, dass kein einziges Kommissionsmitglied auch nur die geringste Empathie für Tiere gezeigt hat, die unter schrecklichen Bedingungen gehalten und getötet werden.

Glauben Sie wirklich, dass Tiere nichts weiter als ein Rohstoff sind, den wir nach Belieben nutzen können?

Keines der Produkte, die vom Verbot durch die Motion betroffen wären, ist für unser Wohlbefinden oder unsere Ernährung notwendig....

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