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Der Bundesrat will die Kettenhaltung von Hunden nicht verbieten

20.05.18

Die am 14. Dezember 2017 von der SP-Nationalrätin Martina Munz eingereichte Motion 17.4171 verlangt ein Verbot der Kettenhaltung bei Hunden.

Martina Munz sieht grossen Handlungsbedarf im Bereich der Ketten- und Zwingerhaltung von Hunden. Die gesetzlichen Grundlagen sind nicht ausreichend, um Hunden, die soziale Wesen mit einem grossen Beschäftigungsbedürfnis sind, ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Die Vorschriften der Tierschutzverordnung (TSchV) sind minimal und deren Einhaltung ist schlecht kontrollierbar.

Gemäss Artikel 71 Absatz 3 TSchV müssen sich angebunden gehaltene Hunde während des Tages mindestens fünf Stunden frei bewegen können. Sie verbringen also den Grossteil ihrer Lebenszeit an einer kurzen Laufkette und in einem meist sehr beschränkten Lebensraum, was nicht artgemäss...

Nationalrat / Ablehnung der Motion 15.4241 «Verbot von belastenden Tierversuchen an Primaten»

11.12.2017

Der Nationalrat hat die von der grünen Nationalrätin Maya Graf eingereichte Motion mit 110 zu 66 Stimmen bei vier Enthaltungen abgelehnt.

Diese Nationalratssession war die letzte Chance für die am 18. Dezember 2015 eingereichte Motion. Denn Motionen, die nicht innerhalb von zwei Jahren behandelt sind, werden ohne Ratsbeschluss abgeschrieben. Für Maya Graf ist die Ablehnung umso frustrierender, als ein Grossteil der Bevölkerung ein Verbot von schmerzhaften Versuchen an unseren nächsten tierischen Verwandten befürwortet. Sie erwartet von Alain Berset, dass er sein Versprechen, Ersatzmethoden zu unterstützen, einlöst.

Die Waadtländer Grünliberale Isabelle Chevalley, die für die Motion gestimmt hat, möchte festhalten, dass zwar vor allem die Grünen und die SP...

Ständerat / Ablehnung der Motion 15.3832 «Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte»

29.11.2017

Die Ablehnung der Motion durch den Ständerat war keine grosse Überraschung, denn der Rat folgte damit der Empfehlung seiner Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-SR).

Zuvor hatte der Nationalrat die vom Berner SP-Vertreter Matthias Aebischer eingereichte Motion am 7. Juni 2017 mit 97 zu 77 Stimmen deutlich angenommen. Doch dieser Entscheid gab in den letzten Monaten viel zu reden. Mehrere Nationalrätinnen und Nationalräte sagten gegenüber den Medien, sie hätten den Motionstext nicht richtig verstanden und würden ihre Zustimmung bereuen. Der Grund war die Stopfleber, die neben anderen Produkten von der Motion betroffen gewesen wäre. Offenbar hielten viele Parlamentarier die Vorstellung, künftig auf Stopfleber verzichten zu müssen, für unerträglich,...